Führung zum Streuobstwiesentag 


Anlässlich des Tages der Streuobstwiese veranstaltete der BUND OV Butzbach eine Führung durch die Streuobstwiesen von Hoch-Weisel. Bei wunderschönem Frühlingswetter unter blühenden Obstbäumen war eine Gruppe von 12 interessierten Personen unterwegs um sich fachkundig führen zu lassen.

Gernot Krämer machte auf die Bedeutung der Streuobstwiesen für die Landschaft und den Naturschutz aufmerksam. Der Erhalt und die fachgerechte Pflege von Streuobstbeständen haben weitreichende Bedeutung für die Artenvielfalt. So gedeihen auf artenreichen Wiesen bis zu 5.000 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten. Früher waren die Streuobstwiesen mit hochstämmigen Obstbäumen landschaftsprägend. Sie umgaben als breite Gürtel die Ortschaften und betteten sie so gut in die Landschaft ein.
Gernot erläuterte Maßnahmen zum Schnitt und zur Pflege von Obstbäume, er wies auf die Schmarotzerpflanze Mistel hin, die bei starkem Befall die Bäume zerstört. Auch der Erhalt von alten oder abgestorbenen Bäumen wurde angesprochen und gezeigt. Sie bieten wertvollen Lebensraum für Steinkauz, Fledermaus oder Siebenschläfer.

Zwischendurch wurde sich immer wieder Zeit genommen für die   Betrachtung der vielen Pflanzenarten. Von Wiesenlabkraut (Galium mollugo) und buntem Vergissmeinnicht (Myosotis discolor) über verschiedene Steinbrecharten (Saxifraga granulata) und Wiesenschaumkraut bis hin zu Hasenbrotgras (Luzula campestris) und diversen anderen Gräsern konnten sehr viele Pflanzen bestimmt werden. Auf den artenreichen Wiesen und am Wegesrand wachsen erstaunlich viele unterschiedliche Pflanzen über die Pit Hünner kompetent Auskunft geben konnte. Mit seinem großen Wissen und ausgestattet mit der entsprechenden Fachliteratur, blieb fast keine Frage unbeantwortet.
Der Führung über die Streuobstwiesen wären mehr interessierte Menschen, vor allem Kinder, zu wünschen gewesen.